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Sehenswürdigkeiten in Trier |
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Sehenswürdigkeiten in TrierStadtmuseum SimeonstiftGleich neben der berühmten Porta Nigra findet sich das Trierer Stadtmuseum im alten Simeonstift, das die Geschichte der ehrwürdigen Stadt Revue passieren lässt. Seit 1904 dient das großzügige Stift als Hüter vergangener Schätze und von Zeugnissen einer bewegten Zeit. Im Zuge der großen Konstantin Ausstellung wurde das Museum renoviert und präsentiert sich seit 2007 mit modernen Ausstellungsräumen in historischem Gemäuer. Alltagskultur, Religion, Brauchtum, Lebensart, Kunst, Wirtschaft, Technik und viele weitere Gebiete, die Geschichte schrieben, werden mit umfangreichen Exponaten gezeigt. Der großzügige Bestand, der die Zeitspanne von der frühen Neuzeit bis in das 20.Jahrhundert abdeckt, ist den Trierer Bürgern zu verdanken, die mit Schenkungen die Stadtdokumentation in allen Bereichen kontinuierlich erweitert haben. Porzellan, Skulpturen, Gemälde, Gegenstände des täglichen Gebrauchs und kirchliche Relikte haben ihren gebührenden Platz erhalten. Der Besucher steigt im Mittelalter ein und kann das historische Marktkreuz aus dem Jahr 958 bestaunen. Die wechselvolle Geschichte wird durch das Stadtmodell von 1800 und das Zerstörungsmodell von 1944 wieder wach gerufen. Das 20. Jahrhundert beschäftigt sich mit Themen, wie Trier als Universitätsstadt und den Städtepartnerschaften. Das Stifterkabinett würdigt das Engagement der Trierer Bürger für das Museum. Hier ist eine einzigartige Sammlung von Elfenbein Miniaturskulpturen aus Ostasien zu sehen. Die umfangreiche Textil- und Gemäldesammlung rundet den Geschichtsparcours ab. Auch Sonderausstellungen, zu kulturrelevanten Themen, finden im Museum Simeonstift statt. SpielzeugmuseumEin Paradies für große und kleine Kinder ist das Spielzeugmuseum direkt am Hauptmarkt in Trier. Hier schwelgen Groß und Klein in Kinderwelten aus vergangenen Jahrhunderten und Epochen. Nostalgie und Entwicklung wird, an den über 5000 Exponaten, auf zwei Stockwerken gezeigt. Die großen Namen, wie Steiff, Käthe Kruse, Märklin, Hess, Schuco sind unter den ausgestellten Stücken zu finden. Tonwürfel aus dem alten Rom, Elastolinfiguren aus dem 20. Jahrhundert oder aber Puppen aus Pappmachée - interessante Materialien, aus denen Spielzeug in früheren Zeiten hergestellt wurde, belegen die Entwicklung von der Antike bis Heute. Besonders die Erwachsenen werden sich an das ein oder andere gute Stück aus der Kindheit erinnern. Viel kann man hier lernen, denn es wird deutlich, dass die Herstellung von Spielzeug immer stark an die jeweilige Zeit und die vorhandenen Rohstoffe gekoppelt war. Puppen, Plüschtiere, Eisenbahnen, Dampfmaschinen, Blechspielzeug, Zinnfiguren, Modellautos - im Spielzeugmuseum sind sie alle vertreten, um ihre Geschichte(n) zu erzählen. Die Ursprünge des Trierer Spielzeugmuseums gehen auf Rolf und Heidi Scheurich zurück, die einst mit ihrer riesigen Privatsammlung diese einzigartige Einrichtung ermöglichten. Vor einigen Jahren wurde sie vom Verein Spielzeugmuseum Trier übernommen. Die Leitung hat seit 2010 der neu gegründete Verein „Trierer Spielzeugmuseum e.V.“ Ein ganz besonderes Highlight aus der Ära Steiff wartet auf die Besucher des Museums. Wer einmal Steifftiere bei der Altstadtsanierung sehen will, der hat hier die Gelegenheit. Ein ganzes Dorf, in dem fleißige Steifftiere reinigen, fegen und bauen, was das Zeug hält, freut sich auf Passanten. Die Kulisse eines Dorfes wurde 1962 von der Firma Steiff für die Nürnberger Spielwarenmesse angefertigt, allerdings ohne Tiere. Original Steiff Tiere wurden von behinderten Jugendlichen, in liebevoller Handarbeit mit Motoren, Rädern und technischem Schnick Schnack versehen, um Leben in das Dorf zu bringen. Porta NigraDas Tor in die Innenstadt von Trier erkennt der Besucher schon weitem. Nur wenige Gehminuten vom Trierer Hauptbahnhof, in unmittelbarer Nähe des Doms, erstreckt sich die imposante Porta Nigra als Zeugnis des römischen Reiches. Dieses römische Stadttor gilt als das am besten erhaltene Relikt seiner Art, nördlich der Alpen. Und wahrhaftig leitet es den Besucher direkt in die Innenstadt, so wie es sich für ein Stadttor gehört. Die Porta Nigra wird in die Zeit 180 n. Chr. datiert. Damals bauten die Römer die Gebäude aus großen Sandsteinquadern. Beim Bau der Porta Nigra wurden Quader mit einem Gewicht von 6,5 Tonnen verbaut, welch eine Vorstellung. Die Quader kamen aus dem nahe gelegen Kylltal. Spuren von Bronzesägen erklären, wie die Form in diese Quader kam. Die Bronzesägen benötigten zum Antrieb Mühlenkraft. Jeweils zwei Steine wurden horizontal mit einer Eisenklammer verbunden, von denen heute noch eine im Inneren des Tores zu entdecken ist. Die Raubritter des Mittelalters haben auch dieses historische Bauwerk nicht verschont und so wurden zahlreiche, der aus Blei gegossenen, Klammern geraubt und eingeschmolzen. Tiefe Meißelungen zeugen von diesen Untaten. Ein griechischer Mönch ließ sich im Jahre 1028 in den Ostturm der Porta Nigra einmauern und hat somit die Steinquader vor weiteren Räubern geschützt. Er wurde nach seinem Tod dort bestattet und heilig gesprochen. Um die Erinnerung an diesen Mönch zu wahren, ließ ein Erzbischof in das Tor zwei Kirchen einbauen, die allerdings, unter dem Befehl des französischen Kaisers Napoleon, wieder abgetragen werden mussten. Heute kann der Besucher das eindrucksvolle Bauwerk sowohl von unten, als auch von oben besichtigen. Eine unvergessliche Aussicht über das schöne Trier wird der Dank für den ausdauernden Aufstieg sein. Villa Rusica MehringIn dem Örtchen Mehring nahe Trier steht die Villa Rustica. Seit der Gründung im 8. Jahrhunder ist Mehring ein Winzerdorf. Es liegt an einem Moselhang. Der barocke Zwiebelturm der Pfarrkirche ist sehr auffällig und für diese Gegend eher untypisch. Im Innenraum sind alte Wand- und Deckengemälde zu sehen, die erst kürzlich freigelegt wurden. Durch die rebenumranten Tore in den schmalen Gässchen Mehrings erhascht man einen Blick in die alten Winzerhöfe. Auf der anderen Seite der Mosel sind Fichtenwälder und Wiesenhänge der Mehringer Schweiz. Hier war einst die Römerstraße von Trier nach Mainz. Auch hier findet man die Villa Rustica. Sie ist ein altes römisches Herrenhaus aus dem 2. Jahrhudnert. Damals waren hier 34 Räume in dem gesamten stattlichen Gebäudekomplex, ein Kalt- und ein Warmbad und eine Latrine. Auch die Reste einer Fußbodenheizung und von Mosaiken wurden hier gefunden. Der Hauptraum ist mit schwarzen Marmor verkleidet und zeugt somit von dem Wohlstand der damaligen Besitzer. Aus dieser Zeit stammt auch der mit Reben verzierte Goldbecher. Er läßt darauf schließen, dass die damaligen Besitzer den Wein der Gegend zu schätzen wussten. Die Villa kann besichtigt werden. Regelmäßig werden hier Führungen angeboten. Von der Autobahn, Abfahrt Mehring, sollte man sich in Richtung Mehring halten. Nach 1,5 km kommt eine scharve Linkskurve. Hier sollte man rechts abfahren und parken. Dann noch zu Fuss zum 30 Meter hohen Aussichtsturm laufen und schon ist man an dem 5 Seen Blick. Hier kann der Besucher die Aussicht auf die gesamte Umgebung genießen. Ebenfalls ist eine Moselfahrt zu empfehlen. In Mehring legen Ausflugsschiffe an. Am Moselufer in Mehring ist ein 4 geschossiger Fährturm zu sehen. Er stammt aus dem 18. Jahrhundert. Daran war ein Seil befestigt, mit dessen Hilfe die Fährbotte über die Mosel geleitet wurden. | |
Zahlen & Fakten:
Stadtname:
Trier
Bundesland:
Rheinland-Pfalz
Landkreis:
Kreisfreie Stadt
Höhe:
124 - 427 m ü. NN
Fläche:
117,13 km²
Einwohner:
104.587
Autokennzeichen:
TR
Vorwahl:
0651
Gemeinde-
schlüssel:
07 2 11 000
